Wenn zu wenig Knochen vorhanden ist
Sehr häufig gehen Zähne durch eine
Erkrankung des Fundaments der Zähne (Parodontitis) verloren.
Hier kommt es über entzündliche Prozesse zu einem Knochenschwund. Der Zahn wird schließlich
locker und muß entfernt werden.
Da aber auch die Implantate ein sicheres Fundament benötigen, d.h. eine ausreichende Menge
an festem Knochen, kann ein Neuaufbau des verlorenen Knochens erforderlich werden. Es gibt
heute mehrere erfolgreiche Methoden auch nach einem Knochenverlust noch Implantate zu
ermöglichen.
Knochenaufbau mit einer Membran
Der Aufbau neuen Knochens um Zähne und Implantate gelingt heute unter bestimmten
Voraussetzungen sehr zuverlässig. Als Aufbaumaterial wird körpereigener Knochen oder
pharmazeutisch hergestelltes Ersatzmaterial verwendet. Sorgfältig mit einer Membran abgedeckt,
die ein Zelt bildet, wird dort innerhalb weniger Monate neuer Knochen gebildet.
Sinuslift - neuer Knochen für den Oberkiefer
Durch eine lange und weit fortgeschrittene Erkrankung des Zahnbetts, ist sehr häufig
viel Knochen verlorengegangen. Um Implantate sicher und dauerhaft zu verankern, muß daher
Knochen aufgebaut werden. Hierzu dient im Bereich der Backenzähne im Oberkiefer die Kieferhöhle.
Dieser luftgefüllte Hohlraum ist mit einer dünnen Schleimhaut ausgekleidet.
Mit Hilfe einer ambulanten Technik kann diese an der gewünschten Stelle gelöst
werden ohne sie zu verletzen. Knochenmaterial wird eingefüllt. Nach 6 - 9 Monaten ist dieser
durch natürliche Umbauprozesse stabil und fest.
Alveolarkammdistraktion: "Verlängerung des Knochens"
Sie kennen vielleicht die Methode des russischen Arztes Ilizarov, mit der Arme und
Beine verlängert werden können. Dies ist jetzt auch im Mund möglich. Durch das vorsichtige
Trennen des Knochens und langsame Auseinanderbewegen, entsteht im Zwischenraum neuer Knochen.
Schon nach 3 Monaten ist dieser so fest, daß Implantate dort verankert werden können.
Möglich wird dies mit Hilfe einer kleinen Apparatur, die die Enden pro Tag 1 mm voneinander
weg transportiert. Ein weitere Technik um auch bei schlechten Kieferverhältnissen Implantate
zu ermöglichen.